BRIEFKOPF

Aufgrund der dringend zu überdenkenden Privilegierung für Windkraftanlagen gemäß § 35 des Bundesbaugesetzes findet derzeit eine beispiellose und nicht wieder gut zu machende Verschandelung der deutschen Landschaft statt.
Besonders in Wohngebieten ist die Errichtung dieser inzwischen riesigen und jeglichen landschaftlichen Maßstab sprengenden Windräder unzumutbar, da hier auch der Mensch unmittelbar durch die nicht mehr tolerierbare Minderung der Wohnqualität in Mitleidenschaft gezogen wird.
In einem konkreten Fall möchte ich Sie hiermit bitten, sich diesbezüglich meiner Belange anzunehmen:

Durch die Ausweisung von Potenzialflächen ist vorgesehen, in der Verbandsgemeinde Untermosel sowie in der Verbandsgemeinde Maifeld Windkraftanlagen zu errichten.
Wie aus bereits betroffenen Gemeinden in der näheren Umgebung bekannt ist, würde sich dadurch das Leben zahlreicher Bürger dieses Landstriches in nicht hinzunehmender Weise schlagartig verändern. Das Leben auf dem Maifeld wäre fortan für immer durch die erdrückende Allgegenwärtigkeit der Windräder (die unsere Kirchtürme um mehr als das Fünffache überragen, und die durch ihre Windgeräusche und ihren Schattenwurf gesundheitsschädigend sind) bestimmt.
Darüber hinaus führt diese Planung schon jetzt dazu, intakte Dorfgemeinschaften zu schädigen. Denn die Errichtung einer Windkraftanlage auf einem Grundstück bringt seinem Besitzer natürlich immense (nicht mehr in Relation stehende) finanzielle Vorteile, die aber auf Kosten der beschriebenen immensen Nachteilen des Großteils der Bevölkerung gehen, wodurch Konflikte vorprogrammiert sind.

Da auch in zahlreichen anderen Gemeinden in ganz Deutschland ähnliche Probleme und Widerstände vorhanden sind, kann es nicht sein, dass die verantwortlichen Politiker vor dieser Not und der nicht mehr vorhandenen Akzeptanz von WEAs in Wohngebieten die Augen verschließen.

Es kann nicht sein, dass die Förderung von Windenergieanlagen, deren Effizienz inzwischen auch von namhaften Wissenschaftlern bestritten wird, nur aufgrund eines möglicherweise längst überholten Gesetzes betrieben wird, das in seiner Ausführung die grundlegenden Bedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern mit Füßen tritt und auch noch unseren Kindern eine verschandelte Landschaft zurücklässt (und womöglich auch die immensen Kosten der Verschrottung dieser hoffentlich bald überholten, weil nicht rentablen Windenergieanlagen).

Ich möchte Sie nochmals bitten, sich dieser Sache anzunehmen und verbleibe

 

mit freundlichem Gruß